2002 – Le Clou wieder in Hemmoor

Drei Mal ist nicht nur Bremer Recht: Die Folklieblinge des Hemmoorer Konzertpublikums „Le Clou“ treten am 26. Oktober in der Kulturdiele auf.


Die schlechte Nachricht gleich zuerst: Das Le Clou-Konzert ist bereits ausverkauft. Es gibt also keine Abendkasse mehr. Pech für diejenigen, die sich noch auf den Weg machen wollten, um die Formation mit „hüpfendem Herz“ und „wippendem Fuß“ live zu erleben.
Selbst der Begriff grandios trifft wohl nicht das, was diese Fünf-Mann-Band dem Publikum bietet. „Le Clou“ ist seit fast zwei Jahrzehnten auf der europäischen Konzert- und Festival-Szene etabliert. Hörfunk- und TV-Produktionen zeigen ebenso ihren Erfolg wie der Charttitel „Le Printemps Cadien“ und die zweimalige Auszeichnung mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“. Le Clous druckvoller „Südstaaten-Sumpf-Rock’n’Roll“ ist ein Gemisch aus traditioneller Cajun Music, Zydeco, kreolischen Rhythmen und Blues – natürlich mit einer gehörigen Portion französischen Esprit. Cajun ist übrigens die französische Tanzmusik, die die Auswanderer im 17. Jahrhundert mit nach Louisiana brachten.
Le Clou sind Michel David (vocals, guitar, fiddle, frottoir), Johannes Epremian (vocals, fiddle, guitar, dobro, e-guitar), Yves Gueit (vocals, cajun-accordion, flutes, sax, clarinet), Gero Gellert (bass) und Ralph Schläger (drums). Die musikalische Seele der Band, das Trio David/Epremian/Gueit, spielt seit 20 Jahren zusammen und präsentiert so manche Sumpfblüte mit heiterem Spielwitz locker aus dem Hut. Im Laufe der Jahre ist der Sound perkussiver und tanzbarer geworden. Michel David ist der charismatische Charmeur mit Reibeisenstimme, Yves Gueit bearbeitet gelassen das Cajun-Akkordeon und Schalk Johannes Epremian saust über die Saiten seiner Fiddle.
Eindrucksvoll ist das blinde geniale Zusammenspiel, bei dem jeder der drei Frontmen drei Instrumente oder mehr abwechselnd meisterlich einsetzt. Besonders bewegend sind die Balladen und Instrumentals, in denen die Musiker Meersrauschen und Möwengeschrei verblüffend mit Halleffekten auf ihren Instrumenten nachahmen und eine dichte, intensive musikalische Stimmung erzeugen. Fette Slide-Gitarren und Saxophon sorgen für entspanntes Südstaaten-Feeling.
Die Spielfreude ist ansteckend und der Funke zum Publikum springt schnell über. Die Band macht mächtig Dampf und den sollte man sich am Sonnabend (Einlass ab 19.30 Uhr) bei der Culturkreis-Veranstaltung in der Kulturdiele nicht entgehen lassen.

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